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Lesermeinungen

Syliva Smuda

Reisen durch verschiedene Teile der Welt und die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Kulturen und Menschen haben Rudi Rembold zu diesem Buch inspiriert. Er hat hier seine Gedanken und Schlussfolgerungen, die über viele Jahre gewachsen sind, zusammengefasst und zu Papier gebracht.

Die erste Hälfte des Textes beschäftigt sich mit der Geschichte der Menschheit – von den frühesten Siedlern bis zur Weltbesiedelung. Parallel dazu führt der Autor den Leser in einem spannenden Abriss durch die Weltreligionen, von Anbeginn mit dem Zeigefinger darauf gerichtet, dass Religionen von Menschen für Menschen gemacht wurden, auf den ungeheuren Machteinfluss hinweisend, den sich die jeweilige religiöse Elite über andere Menschen schuf. Der Autor zeigt auf, dass Religionen zunächst wichtig waren, einerseits als Deutungshilfe für den Einzelnen, andererseits als Steuerungsinstrument für die Gesellschaft. Der aufgeklärt denkende Mensch braucht sie jedoch nicht mehr. Sie bedeuten jetzt eher Geißel und Gängelung. Das Buch endet mit dem dringenden Appell an jeden Einzelnen, nicht dem neuen Mammon Geld zu gehorchen, sondern mitzuhelfen, diese einmalig schöne Welt zu erhalten.

Der Autor gibt sich als moderner Aufklärer, der den Menschen in selbständiges Denken entlässt. Bei aller inhaltlichen Schwere – es macht immer wieder Spaß, sich mit dem prägnanten Stil von Rudi Rembold auseinanderzusetzen, mit seinen präzisen Formulierungen, den logischen Verknüpfungen, besonders seine bildhaften Sätze bleiben in Erinnerung. Seine Argumentation erhebt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit, sie spiegelt vielmehr das wider, zu dem Rembold den Leser anregen will – selbständiges und reflektiertes Denken. Das Buch ist manchmal harter Tobak – zu lesen und in der Qualität seiner Aussagen. Trotzdem oder gerade deshalb: Ein durchaus empfehlenswertes Buch mit vielen klugen Gedanken.